Tenor
Stefan Vinke

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  BIOGRAPHIE  

 

Stefan Vinke zählt zu den weltweit führenden Heldentenören im Wagner-Fach. Die Jahre 2024 bis 2026 stehen erneut im Zeichen bedeutender internationaler Engagements. 2024 ist er unter anderem bei einer Wagner-Gala in der Kölner Philharmonie zu erleben. 2025 gastiert er in den USA, wo er als Siegfried bei der Atlanta Opera auftritt, und konzertiert außerdem mit dem Hong Kong Philharmonic Orchestra unter Pietari Inkinen. 2026 singt er die Titelpartie in Richard Wagners „Tannhäuser“ am Teatro Nacional de São Carlos in Lissabon. Darüber hinaus ist er bei den Wagner-Tagen in Budapest zu erleben und begeistert unter der musikalischen Leitung von Ádám Fischer und in der Regie von Hartmut Schörghofer hier erneut das internationale Publikum.

Im Laufe seiner Karriere gastierte Stefan Vinke zudem an zahlreichen der bedeutendsten Opernhäuser der Welt. Dazu zählen die Metropolitan Opera in New York, das Royal Opera House in London, die Wiener Staatsoper, die Bayerische Staatsoper, die Deutsche Oper Berlin sowie die Salzburger Festspiele. Gastspiele führen ihn außerdem nach Paris, Madrid, Chicago, Toronto, Seattle, Tokio, Shanghai, Hongkong, Peking, Sydney und Melbourne.

Zu seinem Kernrepertoire gehören die großen Wagner-Partien TRISTAN, SIEGFRIED, SIEGMUND, PARSIFAL, LOHENGRIN, TANNHÄUSER, RIENZI, WALTHER VON STOLZING. Darüber hinaus singt er bedeutende Rollen wie den FLORESTAN in Beethovens „Fidelio“, BACCHUS in Richard Strauss’ „Ariadne auf Naxos“ und PAUL in Korngolds „Die tote Stadt“.

Geboren in Niedersachsen, studierte Stefan Vinke Kirchenmusik, Pädagogik und Gesang an der Musikhochschule Köln. Sein erstes Engagement führte ihn als Solist ans Nationaltheater Mannheim, wo er sich ein breites Repertoire mit wichtigen Rollen erarbeitete. Im Jahr 2000 wurde er von der Fachzeitschrift Opernwelt zum „Nachwuchssänger des Jahres“ gewählt und war zudem Stipendiat der Richard-Wagner-Stipendienstiftung.
Nach Fest-Engagements am Staatstheater Karlsruhe, dem Theater Krefeld-Mönchengladbach und der Oper Leipzig begann seine internationale Oper Leipzig.

Ein entscheidender Meilenstein seiner Karriere war sein Debüt bei den Bayreuther Festspielen. Dort sang er den WALTHER VON STOLZING in „Die Meistersinger von Nürnberg“ , den TRISTAN in „Tristan und Isolde“, SIEGFRIED und LOGE im „Ring des Nibelungen“.
Während seiner internationalen Karriere arbeitet Stefan Vinke mit zahlreichen renommierten Dirigenten zusammen, darunter Christian Thielemann, Kirill Petrenko, Simon Rattle, Antonio Pappano, James Levine, Fabio Luisi, Donald Runnicles, Pietari Inkinen, Adám Fischer oder Yannick Nézet-Séguin. Ebenso arbeitet er mit namhaften Regisseuren wie Katharina Wagner, Stefan Herheim, Harry Kupfer, Keith Warner, Jens-Daniel Herzog, Claus Guth, Philipp Stölzl und Hartmut Schörghofer zusammen.

Seine Fähigkeit, nahezu das gesamte schwere Wagner-Repertoire auf höchstem Niveau zu interpretieren, macht ihn zu einem der bedeutenden Künstlern unter den Heldentenören.

 

 
 
KRITIKEN
 
Gran Teatro del Liceu – Tristan und Isolde - TRISTAN
Letztlich hängt der Erfolg dieser Oper vom Tenor ab, und Stefan Vinke – der den Siegfried bereits in den Zyklen von 2013 und 2016 hier in Australien verkörpert hatte – bewies erneut, dass er dieser überaus anspruchsvollen Partie gewachsen ist. Obwohl er Wagners brutales „Mann-Kind" seit seinem Rollendebüt im Jahr 2006 weltweit auf die Bühne gebracht hat, weist seine Stimme kaum Spuren der fast zwanzigjährigen enormen Belastung auf; so zeigte er sich in der Schlussphase des Liebesduetts im dritten Akt ebenso stimmstark wie zu Beginn, als er Mime drangsalierte. Mag seine Stimme auch nicht die schönste sein, so gibt es doch nur wenige, die es mit seiner Kraft und seinem Temperament aufnehmen können. Man konnte ihm sogar seine etwas nachlässige Schwertführung im Kampf gegen Fafner verzeihen, denn dort, wo es wirklich darauf ankam, ging er eindeutig als Sieger hervor.
Bachtrack
bachtrack.com
Opera Australia - Siegfried – SIEGFRIED
Letztlich hängt der Erfolg dieser Oper vom Tenor ab, und Stefan Vinke – der den Siegfried bereits in den Zyklen von 2013 und 2016 hier in Australien verkörpert hatte – bewies erneut, dass er dieser überaus anspruchsvollen Partie gewachsen ist. Obwohl er Wagners brutales „Mann-Kind" seit seinem Rollendebüt im Jahr 2006 weltweit auf die Bühne gebracht hat, weist seine Stimme kaum Spuren der fast zwanzigjährigen enormen Belastung auf; so zeigte er sich in der Schlussphase des Liebesduetts im dritten Akt ebenso stimmstark wie zu Beginn, als er Mime drangsalierte. Mag seine Stimme auch nicht die schönste sein, so gibt es doch nur wenige, die es mit seiner Kraft und seinem Temperament aufnehmen können. Man konnte ihm sogar seine etwas nachlässige Schwertführung im Kampf gegen Fafner verzeihen, denn dort, wo es wirklich darauf ankam, ging er eindeutig als Sieger hervor.
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Nationaltheater Mannheim - Siegfried – SIEGFRIED
Stefan Vinke, der seine Bühnenkarriere in Mannheim begonnen hatte, zählt weltweit zu den gefragtesten Siegfried-Darstellern, war als solcher allerdings bisher nicht am NTM zu hören. Man durfte sich glücklich schätzen, ihn nun als „Jung-Siegfried" erlebt zu haben. In bester stimmlicher und darstellerischer Verfassung war er in dieser Rolle eine Offenbarung.
ioco
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Deutsche Oper Berlin - Tannhäuser – TANNHÄUSER
In seiner Auftrittsarie des Tannhäuser „Dir töne Lob! Die Wunder sei'n gepriesen…" startet Stefan Vinke gleich durch wie ein Wirbelsturm. Die Leidenschaft im Verhältnis zu Venus wird mit jeder Silbe, mit jeder Note spürbar. Bei einem anderen Sänger würde man sich vielleicht Sorgen machen, ob er diese Dynamik, diese Intensität weitere drei Stunden durchhält, nicht jedoch bei Stefan Vinke. Wer ihn kennt, weiß, dass er das mühelos schafft. Stefan Vinke schont sich nicht, legt sofort mit Verve los und kommt so markant über das Orchester, dass sich der Zuhörer fragt, ob er das so durchhält. Doch Stefan Vinke hat die Kondition und Erfahrung, auf diesem Level die Partie durchzuziehen.
ioco
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Badisches Staatstheater Karlsruhe - Tristan und Isolde – TRISTAN
Das ganz große Glück dieser Wiederaufnahme war, dass Frau Kremer einen mehr als ebenbürtigen Partner an ihrer Seite hatte: Stefan Vinke, der fast auf den Tag genau vor 25 Jahren hier am Badischen Staatstheater Karlsruhe mit einem Anfängervertrag seine Karriere startete, welche ihn über Mannheim (dort hörte ich ihn vor 15 Jahren als Tristan und war damals schon begeistert) und Leipzig an Opernhäuser rund um den Erdball bis zu den Bayreuther Festspielen führte, wo er noch letzten Sommer ebenfalls den Tristan sang. Die gestrige Vorstellung nun war eine Sternstunde, noch selten habe ich einen stimmlich präsenteren, unverkrampfteren Tristan erleben dürfen. Keine Drücker, kein Forcieren, seine Stimme strömt kraftvoll und überaus differenziert, im zweiten Akt mit dem langen Liebesduett schon beinahe liedhaft zart und mit wunderbar fein gesetzten, tragfähigen Piani! Auch darstellerisch überzeugt er als psychisch angeschlagener Held mit Alkohol- und Herzproblemen, für die nur die Wunderheilerin Isolde Erlösung bringt. Meisterhaft gestaltet Stefan Vinke den dritten Akt, in welchem Wagner dem Tenor lange, anstrengende Fieberphantasien in die Kehle schrieb. Doch bei Vinke klingen diese völlig unangestrengt, wunderbar leicht und sauber und doch voller Ausdrucksstärke in den kontrollierten Ausbrüchen.
Opernmagazin
opernmagazin.de
Wiener Staatsoper- Siegfried – SIEGFRIED
Vinke konnte sich von seiner sympathischesten Seite präsentieren und auch seine stimmliche Leistung war zu bewundern. Obwohl er kein Schmeichel-Timbre besitzt, war seine sicher geführte, in allen Lagen gut anhörbare, unforciert eingesetzte Tenorstimme mit Steigerungsfähigkeit, auch hinsichtlich Klangqualität, im 3. Akt, schon imponierend. Dazu ein natürliches, lockeres Spiel, bei dem die Unmutattacken auf den widerlichen Ziehvater nicht in Brutalität ausarteten, der finale Todesstoß sich aber ganz logisch aus dem aufdringlichen Verhalten Mimes ergab und danach sichtlich bedauert wurde. Die starken Gefühlsmomente („So starb meine Mutter an mir" oder das Waldweben) dürften, vor allem vom vokalen Ausdruck her, noch intensiviert werden. Jedenfalls gab es in der gut durchdachten und präzise auf die Musik abgestimmten Rollengestaltung keinen Leerlauf in den vielen Stunden seiner Bühnenpräsenz.
Online Merker
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Wiener Staatsoper - Lohengrin – LOHENGRIN
Ein Hausdebüt mit Glanz und Gloria bestand Stefan Vinke als Lohengrin. Die Absage von Klaus Florian Vogt kam äußerst knapp, also sprang Herr Vinke ohne irgendeiner Art von Probe ein, zeigte Nerven wie Drahtseile, und bot eine dafür sensationelle Leistung. Die Stimme ist sicher, sehr gut geführt und hat ein helles richtiges Tenortimbre. Die Höhen sitzen perfekt. Vinke singt die Rolle stilistisch sehr an Vogt orientiert, sicher kein Fehler. Darstellerisch fügte er sich ohne Schwierigkeiten ins Ensemble.
Online Merker
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Bayerische Staatsoper - Siegfried – SIEGFRIED
Stefan Vinke nutzte diese Aufmerksamkeit als Siegfried mit ungeheurer Ausdauer und von der ersten bis zur letzten Minute mit faszinierender technischer Bravour. Weder die Höhen noch die Tiefen musste er scheuen.
Bachtrack
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SZENENFOTOS
Bayreuther Festspiele – Siegfried - SIEGFRIED
© Enrico Nawrath
 
Bayreuther Festspiele – Siegfried - SIEGFRIED
© Enrico Nawrath
 
Wiener Staatsoper – Siegfried - SIEGFRIED
© Michael Pöhn
 
Opera Seattle – Siegfried - SIEGFRIED
© Ken Howard
 
Opera Seattle – Tristan und Isolde - TRISTAN
© Sunny Martini
 
State Opera Prague – Lohengrin - LOHENGRIN
© Hana Smejkalova
 
Gran Teatre del Liceu Barcelona – Tristan und Isolde - TRISTAN
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