Liudmila Lokaichuk  Koloratursopran
 
  BIOGRAPHIE  

 

Liudmila Lokaichuk ist Ensemblemitglied an der Oper Halle. Hier machte sie 2019 ihr aufsehenerregendes Debut als ZERBINETTA in Ariadne auf Naxos und wurde für diese Interpretation als ‚Beste Sängerin‘ im Jahrbuch 2019 der OPERNWELT nominiert. In Halle war sie auch als INÉS in Meyerbeers L’Africane und WANDA in Die Großherzogin von Gerolstein zu erleben. 2020 debutiert sie als DONNA ANNA in Don Giovanni.

Am Staatstheater Cottbus begeisterte sie im Herbst 2019 in der Titelpartie in der Uraufführung von Siegfried Matthus Oper EFFIE BRIEST.

In Cottbus war die junge Sopranistin von 2016 bis 2018 fest engagiert und war in Rollen wie der BLONDE, KÖNIGIN DER NACHT, FLEURETTE in „Ritter Blaubart“, JENNY HILL in ‚Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny‘, ZERLINA erfolgreich. Als ZERLINA gastierte sie auch in Bonn, wo sie 2016 in der Rossinis „La scala di seta" die JULIA im Beethoven Campus verkörperte.

Liudmila absolvierte von 2006 bis 2011 ihr Gesangsstudium am „Mussorgsky" Konservatorium in Jekaterinburg. Noch während ihres Studiums gewann sie 2010 den V.A. Kurochkin International Wettbewerb für junge Operetten- und Musicalsänger und erhielt damit ein Engagement als Solistin am Staatlichen Musiktheater Jekaterinburg. Ihr Debut an diesem Haus gab sie in der Rolle der HERMIA in Offenbachs „Barbe-Bleue" und als ADELE in Johann Strauss' „Fledermaus".

Seit 2011 arbeitete die Koloratursopranistin regelmäßig am Theater in Tscheljabinsk, wo sie als SUSANNA in „Le nozze di Figaro" debutierte und die wichtigen russischen Partien ihres Fachs aufführte. Darunter die Hauptrollen in Glinkas Opern „Ruslan und Liudmila"(LIUDMILA) und „Ein Leben für den Zaren" (ANTONIDA) sowie Rimski-Korsakows SCHNEEFLÖCKCHEN. Diese Partie interpretierte sie 2016 auch an der Oper Jekaterinburg.
In Bangkok debütierte sie als FRASQUITA in „Carmen" in Rahmen des 14. Music Festivals in Thailand.

2013 feierte sie ihr erfolgreiches Debüt als ROSINA in Frank Matthus' Inszenierung von "Der Barbier von Siviglia" unter der musikalischen Leitung von Stefan Sanderling beim Festival Kammeroper Schloss Rheinsberg. Hier debütierte sie 2015 auch als VIOLETTA in „La Traviata" und glänzte in dieser Rolle 2016 und 2017 beim Festival „Bergedorfer Musiktage" im Theater Haus im Park, Hamburg-Bergedorf.

2014 und 2016 war Liudmila als GRETE MINDE in Sigfried Matthus' gleichnamiger Oper bei den Fontane-Festspielen in Neuruppin zu erleben. S. Matthus hat die Titelpartie seiner neuen Oper EFFI BRIEST, die 2019 zur UA gebracht werden soll, für Liudmila Lokaichuk komponiert.

Beim 2. Internationalen Gesangswettbewerb OCEAN CLASSICAL AWARD 2013 mit der Philharmonie der Nationen unter der Leitung von Justus Frantz konnte Liudmila Lokaichuk ebenfalls einen Preis gewinnen. Im selben Jahr trat sie neben Edita Gruberová, Klaus-Florian Vogt und dem Orchester der Deutschen Oper Berlin bei der Berliner Benefiz-Operngala auf.

Ein bedeutendes Rollendebut war 2016 außerdem die Rolle der GILDA in Verdis „Rigoletto" unter der Leitung von K.Chudovsky an der Oper Jekaterinburg. Seitdem konnte sie bei zwei Internationalen Gesangswettbewerben in Italien 2. Preise gewinnen: Concorso Lirico Internationale „Santa Gianna Beretta Molla", Mailand und 5. Concorso Lirico Internationale XXII Premio Cleto Tomba, Bologna.

 

 
 
 
KRITIKEN
 
Opernhaus Halle – Don Giovanni – DONNA ANNA
Als Donna Anna strahlte Liudmila Lokaichuk sensationell mit einer sauber gesungenen Höhe, einer restlos überzeugenden und tief aus ihrem Inneren heraus gestalteten Dramatik und den wunderschönen Stimmfarben ihres Soprans durch alle Lagen und Kantilenen. Mit ihrer großen Arie im zweiten Akt ließ sie förmlich den Atem anhalten.
Klassik begeistert
www.klassik-begeistert.de
Staatstheater Cottbus – Effi Briest - EFFI BRIEST
…ist in hohem Maße der wundervollen Liudmila Lokaichuk zu verdanken. Die aus dem russischen Angarsk stammende Sopranistin gehörte bis vor einem Jahr zum Opernensemble des Staatstheaters Cottbus und ist jetzt an der Oper Halle fest engagiert. Matthus kennt sie seit dem Beginn ihrer Karriere in Rheinsberg. Er hatte für sie bereits die Hauptrolle in „Grete Minde“ geschrieben, und als er den Auftrag für die „ Effi Briest“ bekam, sogleich an sie gedacht und ihr diese Partie gleichsam in die Kehle komponiert. ‚Jede Sängerin träumt von so einer Rolle‘, schwärmt sie und übertrifft alle Erwartungen, die man hat, wenn man sich die Romanfigur Effi auf der Opernbühne vorstellt. Sie ist ein Ausbund an Fröhlichkeit und Lebenslust, wenn sie als 17-jährige auf einer Schaukel sitzt und mit ihren Gespielinnen herumtollt. Bald darauf bricht der Ernst des Lebens über sie herein, ihre Mutter verkündet ihr, dass sie den sehr viel älteren Innstetten heiraten soll. Szene für Szene wirkt sie gehemmter und schüchterner, bis sie schließlich an der unnachsichtigen Moral der Gesellschaft zugrunde geht. ‚Am liebsten sind mir Partien, die ich psychologisch ausloten kann‘, sagt sie und zeigt in der Rolle der Effi, mit welcher Hingabe und Perfektion sie diese Figur mit Leben erfüllt.
Opernglas 12/2019 - J. Gahre
So kann auch Ljudmilla Lokaichuk, der absolute Star des Abends, die Titelrolle mit nicht nur fabelhaften Tönen, sondern auch großartigem Spiel rüsten. Ihr Porträt eines jugendfrohen Mädchens, das sich zur gescheiterten Frau entwickelt, hat Größe.
Freie Presse
www.freiepresse.de
Die eigentliche hohe Frauenstimme gehört natürlich Effi selbst. Liumila Lokaichuk, der die Partie vermutlich in die Kehle komponiert wurde – alter Opernbrauch seit Händels Zeiten – ist sängerisch, spielerisch, figürlich eine Effi wie aus dem Bilderbuch. Wer noch den DDR-Fernsehfilm gesehen hat, muss sich an Angelica Domröse erinnert fühlen.Lokaichuk trifft stimmlich und spielerisch immer genau den schmalen Grat zwischen jugendlicher Naivität und Unbefangenheit des jungen Mädchens und ihrer Ängstlichkeit und Abhängigkeit als Gattin.
LR Online
www.lr-online.de
Als idealtypische Effi beginnt sie mit mädchenhafter Unbefangenheit, überstrahlt leichtfüßig schwebend ihre Umgebung, durchmisst dann das ganze Effie-Leben höchst glaubwürdig im Zeitraffer.
NMZ
www.nmz.de
Es gibt auch keine Melodie, auf der man singend und spielend dahinsegeln könnte, sondern nur kurze musikalische Verdichtungen, die man ein paar Sekunden lang stimmlich und darstellerisch auf den Punkt und zum Klingen bringen muss.
Am besten gelingt das Liudmila Lokaichuk: Sie ist eine erfrischend lebenslustige, betörend liebende und tot-traurig leidende Effi, der wir jedes Wort und jeden Ton abnehmen, die wir so gern vor den mitleidlosen Männern beschützen und vor der hartherzigen Gesellschaft retten würden.
RBB Online
www.rbb-online.de
Opernhaus Halle – Ariadne auf Naxos - ZERBINETTA
Liudmila Lokaichuk bietet als Zerbinetta nicht nur das obligatorische glitzernde Koloraturen-Feuerwerk, sondern vertieft die Rolle im oft unterschätzten Vorspiel, weil sie ein sicheres Zentrum, eine zuverlässig auf dem Atem geführte Stimme und damit eine klangvoll-expressive Tonbildung einsetzt.
Online Merker, Werner Häußner
www.onlinemerker.com
Ein bejubelter Glücksgriff in jeder Hinsicht ist die Zerbinetta von Liudmila Lokaichuk – so atemberaubend sicher und leicht hat man in Halle (mal abgesehen von den hier zuweilen aufschlagenden Counterstars bei den Händelfestspielen) schon lange keine Koloratur mehr gehört. Sie bekam ihre Portion Sonderapplaus gleich an Ort und Stelle.
Joachim Lange
www.nmz.de
An ein derartiges Feuerwerk aus Koloratur und Sexappeal kann man sich in Halle nicht erinnern, aber auch auf anderen Bühnen würde sie abräumen.
Die deutsche Bühne
www.die-deutsche-buehne.de
Ein bejubelter Glücksgriff in jeder Hinsicht ist die Zerbinetta von Liudmila Lokaichuk – so atemberaubend sicher und leicht hat man in Halle (mal abgesehen von den hier zuweilen aufschlagenden Counterstars bei den Händelfestspielen) schon lange keine Koloratur mehr gehört. Sie bekam ihre Portion Sonderapplaus gleich an Ort und Stelle.
Joachim Lange
www.nmz.de
Opernhaus Halle – l’Africaine - Inès
Diese andere Frau wurde von Ludmila Lokaichuk verkörpert. Ihr Sopran ist klar und leuchtend…
Der Neue Merker 1/2018 Dana Herzowa
Liudmila Lokaichuk, wird als portugiesische Rivalin um die Liebe Vascos bejubelt.
NMZ
www.nmz.de
Staatstheater Cottbus –Barbe-Bleu- FLEURETTE
Und Prinzessin Fleurette brachte wirklich einen Hauch echter französischer opéra-bouffe-Stimmung mit ins Haus. Die pariserischste Stimme des Abends stammt aus Russland und heißt Liudmilla Lokaichuk. Die Sopranistin hat zweimal in Rheinsberg beim internationalen Sängerwettbewerb der Kammeroper verdiente hohe Preise abgeräumt. Herzlichen Glückwunsch ans Cottbusser Haus dafür, dass es diese Künstlerin fest unter Vertrag genommen hat!
rbb Kulturradio
Liudmila Lokaichuk singt die Prinzessin Hermia (alias Fleurette) mit ansprechend timbriertem Sopran...
Opernwelt, Januar 2017 Carsten Niemann
Fontane Festspiele Neuruppin - GRETE MINDE
Die 28-jährige zierliche Liudmila Lokaichuk gab ihrer Grete sowohl im Spiel, aber erst recht im Gesang so viel Kraft und Furor, dass man als Zuschauer hin- und hergerissen war zwischen dem Gefühl, sie tröstend in den Arm nehmen zu wollen oder ihr in ihrer Rage lieber aus dem Weg zu gehen.
MOZ
www.moz.de
 
 
 
SZENENFOTOS
Staatstheater Cottbus – Effie Briest - EFFI BRIEST
 
Staatstheater Cottbus – Effie Briest - EFFI BRIEST
 
Fontane Festspiele Neuruppin – GRETE Minde
 
Staatstheater Cottbus - Der Barbier von Sevilla – ROSINA
 
Staatstheater Cottbus - Der Barbier von Sevilla – ROSINA
 
Staatstheater Cottbus – Aufstieg und Falls der Stadt Mahagonny – JENNY HILL
Staatstheater Cottbus – Aufstieg und Falls der Stadt Mahagonny – JENNY HILL
Kammeroper schloss Rheinberg – La Traviata – VIOLETTA