Magdalena FUCHSBERGER

Spielleiterin / Opernregisseurin

 
  BIOGRAPHIE  

 

Im Sommer 2016 wurde Magdalena Fuchsbergers Inszenierung des FLIEGENEN HOLLÄNDER im Amphitheater Plovdiv zum Ereignis der diesjährigen Festspiele.

‚Hier ist die Arbeit der österreichischen Regisseurin MAGDALENA FUCHSBERGER anzuerkennen. Sie kreiert eine starke Magie mit drei Farben, zum dunklen Beginn Schwarz, Rot für die vernichtende Liebe sowie die Verwandlung in Weiß für die Reinigung und Vergebung.‘
Der neue Merker

Bereits im Sommer 2014 gab die junge Österreicherin ihr Regiedebut in Deutschland. Ihre Inszenierung von OTELLO beim Musikfestival auf Gut Immling wurde von Publikum und Presse begeistert aufgenommen. ‚Mitreißender Psycho-Thriller‘ oder ‚Modern, mutig und nachhaltig‘ waren die Headlines der Kritiken.

Von 2011 bis 2014 war Magdalena Fuchsberger Regieassistentin und Abendspielleiterin an der Staatsoper Stuttgart, wo sie eng mit dem Regisseur Jossi Wieler zusammenarbeitete. Als Gast kehrt sie regelmäßig an die Staatsoper Stuttgart zurück und erarbeitet Wiederaufnahmen von LUISA MILLER, CARMEN, TOSCA.

In Wien diplomierte Magdalena Fuchsberger mit der Inszenierung von Franz Lehárs Der Zarewitsch. Ihr erstes festes Engagement als Regieassistentin im Bereich Musiktheater mit eigener Inszenierungstätigkeit erhielt Magdalena Fuchsberger am Landestheater Linz, wo sie u.a. Händels Acis und Galatea (Musikalischen Leitung - Dennis Russel Davies), Menottis Amahl und die nächtlichen Besucher, The Telephone und die Musicals Jekyll& Hyde und KISS ME KATE inszenierte. Zu ihren Eigeninszenierungen zählt die junge Künstlerin auch I Capuleti e i Montecchi von Vincenzo Bellini in Wien. Neben ihren eigenen Inszenierungen assistierte Magdalena Fuchsberger als Regieassistentin/Hospitantin u a. an der Volksoper Wien ( Dominique Mentha), am Theater in der Josefstadt ( Michael Gampe), am Schloßtheater Schönbrunn ( Reto Nickler), beim Lehàr Festival Bad Ischl (Ulrike Beimpold und Leonard Prinsloo), am Tiroler Landestheater ( Reto Nickler und Matteo de Monti), bei den Salzburger Festspielen ( Claus Guth) sowie bei den Bregenzer Festspielen (Graham Vick). Im Sommer 2015 ist Magdalena Fuchsberger Regieassistentin von Stefan Herheim für die Produktion Les Contes d’Hoffmann bei den Bregenzer Festspielen.

Bereits im Alter von 9 Jahren bekam die gebürtige Salzburgerin Magdalena Fuchsberger Geigen-unterricht. Nach der Matura studierte sie zunächst Germanistik und Philosophie in Wien. Anschließend absolvierte sie ein „Musiktheaterregie“ Studium bei Prof. Reto Nickler an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Während des Studiums zeichnete sie sich für die Erstellung der Übertitel an der Volksoper Wien verantwortlich. 2004 war sie Stipendiatin bei den Bayreuther Festspielen. Seit 2009 ist Magdalena Fuchsberger künstlerische Organisatorin und Mitgesellschafterin der Salzburger Kammermusikreihe “Musica sacra Salzburg”.

Am Theater Vorarlberg inszenierte sie in der Saison 2015/16 mit großem Erfolg Rossinis IL BARBIERE DI SIVIGLIA. Im Dezember 2016 hatte ihre Inszenierung von LA TRAVIATA an der Nationaloper Tirana Premiere und im Februar 2017 Bernsteins Oper CANDIDE am Theater Pforzheim.

In der Saison 2017/18 inszeniert Magdalena Fuchsberger DAS LAND DES LÄCHELS am Theater Coburg, DON PASQUALE am Theater Neustrelitz und POWDER HER FACE am Theater Magdeburg.

 

 
 
 
KRITIKEN
 
Theater Pforzheim - CANDIDE
Brillante Musik in begeisternder Inszenierung…theatralischer Furor…In den sich teils überstürzenden, teils grotesk verzerrten Geschehen behält Fuchsberger die Übersicht, lässt Satire nie zur Farce, den Spott nie zum Klamauk werden, wahrt eine rokokosanfte Ionie, die den galligen Witz und Humor des glänzenden Textes zur Geltung bringt…Einfach hingehen! Badische Neueste Nachrichten ..die Bemühungen der für die Erstaufführung im Theater Pforzheim Verantwortlichen ist zu loben, die ihnen reichen Beifall einbrachten…Vor allem gilt das aber für die Regisseurin Magdalena Fuchsberger, die mit viel Fantasie immer wieder neue, märchenhafte Bilder erfindet und die Sänger- Darsteller zu einer differenzierten Gestaltung ihrer unterschiedlichen Aufgaben anhält..Mühlacker Tagblatt …Leonard Bernsteins komische Oper „Candide“, die im Theater Pforzheim Premiere feierte, basiert auf der Satire „Candide oder der Optimismus“ von Voltaire – einer bitterbösen, philosophischen Abrechnung mit der Weltanschauung von Leibnitz, der sich im Stück hinter dem Lehrer Pangloss versteckt. Dessen blindem Optimismus wird das reinste Chaos gegenübergestellt, bei dem kirchliche und staatliche Würdenträger verspottet werden. So auch in der Inszenierung von Magdalena Fuchsberger… Eine verworren-groteske Abenteuergeschichte mit sterbenden und wieder auferstehenden Menschen wird da vorgeführt…Oper, Operette und Musical treffen auf absurdes Theater mit Kitsch, Karikaturen und überladener Symbolik.. Betont wird vor allem das kirchen- und frauenfeindliche Thema…Neben Hinrichtungen mit Galgenhumor gibt es Vergewaltigungen, Krieg, Sex, Sklaverei und Prostitution…Das Premierenpublikum spendet tosenden Applaus.
Pforzheimer Zeitung
Internationales Musikfestival Gut Immling - OTELLO - 2014
'...Mitreißender Psycho-Thriller...Dass Otello offenbar ein neurologisches Problem hat, das zeigt sich ziemlich deutlich in der Immlinger Inszenierung der jungen Regisseurin Magdalena Fuchsberger. Otello leidet unter Kopfschmerzen, immer wieder verzieht er das Gesicht – man weiß nicht, sind die Schmerzen körperlich oder kommen sie aus seiner Seele.
Dabei ist die Beziehung von Desdemona und Otello schon von Anfang an kaputt. Die beiden schwören sich zwar ewige Liebe – doch eine Berührung gibt es zwischen den beiden nicht. Sie reden aneinander vorbei – selbst beim Mord legt Otello keine Hand an Desdemona. Erst im Tod sind die beiden vereint, geläutert, gesühnt, ist die Liebe echt.
In Immling sind die Opernmacher darauf angewiesen, aus wenig viel zu machen – die Bühne bietet kaum Platz, viel Geld für Requisiten und Bühnenbild ist nicht da. Es sind die gewitzten und klugen Einfälle, die die Opernabende in diesem Reitstadel zum Erlebnis machen... Wie übrigens auch die Personenregie – die Sänger sind in Immling eben auch Darsteller, stehen nicht nur einfach in der Gegend herum, sondern agieren, reagieren. Insbesondere die Besetzung der Dreier-Konstellation Otelleo-Desdemona-Jago macht aus dieser vorletzten Verdi-Oper einen regelrechten Psycho-Thriller, spannender als jede amerikanische Krimi-Serie...das ist mehr als ein gelungener Premierenabend. Eher ein wahnsinnig gelungener.'
BR Klassik
'Gewagte Neuinszenierung der Verdioper „Otello“ auf Gut Immling – Modern, mutig und nachhaltig...Eine aufregende Neuinszenierung von G. Verdis „Otello“ konnte man zur Eröffnung der Opern-festspiele auf Gut Immling erleben... Magdalena Fuchsberger hat sich intensiv mit dem literarischen Hintergrund von „Otello“ befasst und der Musik Verdis inspirieren lassen. So entstanden neue Sichtweisen und Szenen...
Das wird schon beim ersten Auftritt deutlich. Otello tritt auf und bricht zusammen. Weißgesichtige Lemurenköpfe (dargestellt vom Chor) ragen aus welligen, schwarzen Planen heraus und winden sich unter hochdramatischen Gesängen und Schreien. Die Gewalten sind in Aufruhr und der Boden schwankt unter den Füßen. Otellos Albträume oder Hirngespinste nehmen plastische Gestalt an. Eine gravierende Änderung der sonst gewohnten Handlung gibt es am Ende des vierten Aktes zu erleben. Der Zuschauerchor hat sich von der Galerie herunter begeben und beobachtet mit gespenstischer Präsenz Desdemona in ihrer von Todesahnungen geprägten Abendstunde. Erst als Otello diese Zuschauer verjagt hat, geben sie ihr Rollenverhalten auf. Der Streit eskaliert und Otello, nahe am Wahnsinn, hat seine geliebte Gattin umgebracht, so glaubt er zumindest. Voller Wehmut und Reue will nun auch er sterben. Doch Desdemona ist nicht tot. Sie nimmt Otello den Dolch aus der Hand, kniet vor ihm nieder und wischt ihm die schwarze, finstere Farbe aus dem Gesicht. „Un baccio, ancora“ haucht Otello, küsst seine Desdemona und beide tasten sich, wie Pamina und Tamino in der „Zauberflöte“, nach schweren Prüfungen in ein neues Leben. Unendlich zarte Musik hat Verdi an dieser Stelle komponiert. Und es gelingen große magische Opernmomente in allen vier Akten...wohldurchdachte, filigrane Regie...Der Beifall des Premierenpublikums war immens und lautstark.
Mit diesem „Otello“ hat Gut Immling wieder einmal gezeigt, dass es auch innovatives Musiktheater zu bieten hat, dessen Besuch man jedem Opernliebhaber empfehlen kann.'
Südostbayerische Rundschau/Trostberger Tagblatt
' ...Viel Beifall für die Inszenierung der jungen Regisseurin Magdalena Fuchsberger...
...Magdalena Fuchsberger arbeitet die zeitlosen Aktualitäten des Stoffes von William Shakespeare in ihrer schlichten, doch sehr einfallsreichen Inszenierung heraus... Schöne Regieeinfälle finden hier Lösungen, die zum Nachdenken über das Leben an sich anregen können...'
Traunsteiner Tagblatt

'Magdalena Fuchsberger hat sich intensiv mit dem literarischen Hintergrund von Otello befasst und der Musik Verdis inspirieren lassen. So entstanden neue Sichtweisen und Szenen, die nicht unmittelbar dem Libretto entsprechen. ... Und es gelingen große magische Opernmomente ...die wohldurchdachte, filegrane Regie...'

 

'Regisseurin Magdalena Fuchsberger eröffnete dem Publikum einen ganz neuen Blickwinkel auf das Stück. Desdemona ist die dominante Figur und Otello schwach und unentschlossen. Schon bei seinem ersten Auftritt muss sie ihn dazu ermutigen, mit dem Esultate das Volk zu begrüßen, und man hat den Eindruck, er sei nicht ganz überzeugt, ob er die türkische Streitmacht versenkte oder ob es nicht doch eher der Sturm war. So lässt sich dieser Otello dann auch von einem eher abstoßenden Jago, der sich andauernd, wahrscheinlich aufgrund eines Hautausschlages kratzt, in sein Unglück reißen.In der Schluss-Szene kommt Desdemona nicht zu Tode und als Otello sich selbst den Dolch hineinstoßen will, schlägt sie ihm die Waffe aus der Hand.Bei dieser interessanten Regiearbeit, man muss auf jeden Fall die gelungene Personenführung hervorheben, ergeben sich natürlich zahlreiche Interpretationsmöglichkeiten.Und so konnte man dann auch nach der stürmisch gefeierten Premiere zahlreiche lebhafte Diskussionen über diese Sichtweise des Werkes hören.Zum Schluss kann man nur empfehlen: Kommen sie auf Gut Immling, schauen sie sich das an. Und sollten sie noch Karten bekommen, lassen sie sich diesen Otello nicht entgehen.'
Der neue Merker
www.der-neue-merker.eu

 

HÄNSEL UND GRETEL 2011
'Moderner Märchenzauber mit Pep...Magdalena Fuchsberger hat die romantische Märchenoper in modernem Gewand spritzig und temporeich auf dieBühne gebracht...'
Oberösterreichische Nachrichten
Landestheater Linz - AMAHL UND DIE NÄCHTLICHEN BESUCHER - 2008
'Die Produktion war zweifelsohne höchst engagiert und sehr ansprechend inszeniert...viel Applaus für eine gelungene Inszenierung...'
Oberösterreichische Nachrichten
Landestheater Linz - ACIS UND GALATHEA- 2008
'Umwerfende Premiere von Händels „Acis und Galathea“...mit einer Opern-Inszenierung im Shoppingtempel „Arkade“ wagte das Landestheater viel – und siegte auf ganzer Linie.Regisseurin Magdalena Fuchsberger pokerte hoch.Immerhin ist es ein riskantes Unternehmen, wenn das Theater Schnürboden und Orchestergraben verlässt. Dem Publikum bescherte das Wagnis in der Arkade allerdings ein echtes Theatererlebnis...ein durch und durch gelungenes Experiment.
Bravo, bravo, bravo! '
Österreich
' Arkadisches Glück in der Arkade: Barockoper in lebendiger Regie'
Volksblatt
'Eine Barockoper in einem Einkaufszentrum, kann dieses Experiment gelingen? Ja, und ob. Den Beweis dafür lieferte die viel bejubelte Premiere von „Acis und Galathea“ in der Linzer Arkade. Magdalena Fuchsberger hat die Möglichkeit der Arkade wunderbar genutzt, um die tragische Liebe zwischen der Nymphe Galathea und dem Schäfer Acis zu erzählen: mit aussagekräftigen Bildern und originellen Details. Als vielseitiges Gestaltungsmittel erweist sich die Rolltreppe: Einmal vereitelt sie, in entgegengesetzter Richtung laufend, Galatheas Fluchtversuch vor dem ihr nachstellenden Riesen Polyphem und wird so zum Sinnbild höherer Gewalt, gegen die anzukämpfen aussichtslos erscheint. Ein andermal unterstreicht sie, unaufhaltsam laufend, die Vergänglichkeit, deren Thema sich wie ein Schatten über das Stück legt. Viel Jubel und Standing Ovations für ein durch und durch geglücktes Experiment...'
Oberösterreichische Nachrichten
' ...dichte Regie von Magdalena Fuchsberger...auch die Personenregie sprudelt vor Einfällen, sodass trotz Da-capo-Arien und wenig „Bühnen“-Technik eigentlich immer etwas passiert...'
Wiener Zeitung