Johanna Brault  Mezzosopran
 
  BIOGRAPHIE  

 

"...die der Herzogin [Federica] mit ihrem schweren ausdrucksstarken Mezzo Gewicht verleiht!"
(Opernwelt Januar 2016)

Seit der Saison 14/15 ist Johanna Brault im Ensemble des Theaters Plauen-Zwickau engagiert, wo sie in Rollen wie der CARMEN, dem CHERUBINO, der MARTHE in Faust, der FEDERICA in Verdis Luisa Miller, BOSTANA in Der Barbier von Bagdad, GANYMED in Die schöne Galathée u.v.m. debutierte. Im Sommer 2018 wird sie als MADDALENA in Rigoletto bei den Schloßfestspielen Wernigerode debutieren.

Die gebürtige Französin studierte am Conservatoire National de Région in Toulouse und dem Conservatoire Supérieur National de Musique in Paris. Des Weiteren absolvierte sie ein Bachelorstudium in moderner Literatur an der Université le Mirail (Toulouse). 2014 beendete sie ihr Gesangsstudium bei Univ.-Prof. Claudia Visca im Master Studiengang der Universität für Musik und darstellenden Kunst Wien.

Opernerfahrungen sammelte sie schon während der Studienzeit u.a. als POLINESSO (Ariodante/Händel) im Schlosstheater Schönbrunn, LAZULI (L'Etoile/ Chabrier) und SORCERESS (Dido and Aeneas/Purcell) auf der Neuen Studio Bühne (Wien), als CLARA D’ALMANZA (Die Verlobung im Kloster/Prokofiev) in der Stadthalle Bayreuth, als DRITTE DAME (Zauberflöte/Mozart) im Konzertsaal des Conservatoire Supérieur de Paris sowie als FRAU FÖRSTERIN (Das schlaue Füchslein/Janacek) an der Opéra de Rouen und am Conservatoire Supérieur de Paris. Während ihres letzten Studienjahres debütierte sie in der Titelrolle von FRÄULEIN JULIE /A.Bibalo) am Theater Hof.

Desweiteren trat Johanna Brault bereits mit zahlreichen Orchestern auf. U.a. mit den Dresdner Philharmonikern (Te Deum im Kulturpalast Dresden) dem Nationalorchester der Ukraine in der Philharmonie Kiev, dem Orchester Poitou-Charentes (Leitung: Marc Minkowski), dem Orchester Douai-Nord pas de Calais (Leitung: Stéphane Cardon) und dem Orchester der Universität Wien, wo sie die Solopartien in Mozarts Requiem, Beethovens Neunter Symphonie und Mahlers 2. Symphonie sang. Auch konzertierte sie bei zahlreichen Liederabenden und Festivals wie Eppan Lieder, Journées Ravel, Festival 59 Rivoli, Festival de Violoncelle de Beauvais, Chopin au Musée Delacroix-Paris, Festival des Lundis musicaux de Mont-Louis, Festival de Lagraulet, Festival Toulouse-les Orgues.

Sie engagiert sich zudem für zeitgenössische Musik und hat an zahlreichen Uraufführungen von Komponisten wie Tôn Thât Tiêt, Giovanni Bertelli und Aurélien Dumont teilgenommen. Zuletzt nahm sie die Solopartie in "Lorem Ipsum" von Giovanni Bertelli mit dem Ensemble Court-Circuit für Radio France auf. Die italienische Uraufführung dieses Stückes durfte sie in Mailand mit dem Divertimento Ensemble singen.

Johanna Brault ist Preisträgerin des 2ten Preises beim Internationalen Gesangswettbewerb Martinelli-Pertile in Padua, Italien. Im Sommer 2015 wurde sie für die Verbier Festival Academy gewählt und durfte an mehreren Meisterkursen und Konzerten teilnehmen. Dazu besuchte sie Meisterkurse von Brigitte Fassbaender (2011-2013), Vladimir Chernov, Gabriel Bacquier, Jean-Philippe Lafont und Viorika Cortez .

Mit der Vogtland Philharmonie Greiz/Reichenbach und der Neuen Lausitzer Philharmonie führt sie 2018 Elgars ‚Sea Pictures‘ auf.



 
 
 
REVIEWS
 
Theater Zwickau - Eugen Onegin - OLGA
Johanna Brault als seine Braut Olga erfreut mit flexibel geführtem Mezzosopran, spielfreudig und lebensbejahend.
Opernglas 6/2018 – G. Helbig
Theater Plauen/Zwickau - L’Orfeo – BOTIN/PROSPERINA
…Johanna Brault als Botin und Unterweltsfürstin Proserpina führen glänzend.
Neue Musik Zeitung
Vogtland Philharmonie – SEA PICTURES (Edward Elgar)
Edward Elgars vor der Pause folgenden „Sea Pictures“, fünf Orchesterlieder nach Texten englischer Lyriker zum Thema „Meer“ waren geprägt vom harmonischen Zusammenwirken der Philharmonie mit der jungen französischen Mezzosopranistin Johanna Brault. Sie war kurzfristig für die erkrankte Niederländerin Olivia Vermeulen eingesprungen. Brault, seit 2014 am Theater Plauen-Zwickau engagiert, erwies sich als Solistin von Format, hatte das nötige Gespür für eine verhaltene Innenschau wie die dramatischen Steigerungen der „Seebilder“ Die Sängerin klang auch dann noch rund und angenehm dunkel timbriert, wenn es galt, sich gegenüber dem gemäß Partitur prachtvoll entfaltenden Orchester zu behaupten.
Freie Presse – Volker Müller
So sprang kurzfristig die Französin Johanna Brault ein, derzeit als Mezzosopranistin am Theater Plauen/Zwickau im Engagement und lieferte eine bemerkenswerte Partie. Sie sang die fünf Lieder – nur selten ist der Zyklus in unseren Konzertsälen zu hören – im Original – Englisch mit viel Empathie für die viktorianische Lyrik, überzeugend und angenehm maßvoll im Ausdruck. Veredelt wurde ihre Leistung durch ihre stimmliche Qualitäten: ein klassischer Mezzo mit schönem Vibrato und total ansprechenden Registern auch in den Alt- und Sopranlagen, hervorragend resonierend. Am beeindruckendsten kamen „Sabbath Morning“ zur Wirkung, wo sie Arienpower einsetzen konnte, auch im letzten Satz „The Swimmer“ zweifellos der Höhepunkt des Zyklus‘, wo auch das dynamische Verhältnis von Gesangspartie und Orchester am besten passte.
Vogtland Anzeiger
Luisa Miller – FREDERICA
"Johanna Brault war gesanglich und darstellerisch eine durchaus überzeugende Herzogin Federica. In ihren Ensembleszenen kam das für die Rolle notwendige in der Liebe verletzt-rachsüchtige Element sängerisch bestens zur Geltung."
Opernglas
"Jason Kim ist als Rodolfo mit seinem sicheren, klangschönen Tenor ebenso am richtigen Platz wie Johanna Brault, die der Herzogin mit ihrem schweren, ausdrucksstarken Mezzo Gewicht verleiht."
Opernwelt
"Als Luises Rivalin nahm Johanna Brault in jeder Hinsicht für sich ein."
Der neue Merker
FRÄULEIN JULIE
"Johanna Brault war gesanglich und darstellerisch eine durchaus überzeugende Herzogin Federica. In ihren Ensembleszenen kam das für die Rolle notwendige in der Liebe verletzt-rachsüchtige Element sängerisch bestens zur Geltung."
Opernglas
"Als Gastsolistin stellt sich die Mezzosopranistin Johanna Brault vor, der in den reinen Sprechtexten nur feine Ohren anhören, dass sie Französin ist. Das Kapriziöse der Figur hat sie gewissermaßen im Blut, aber auch den seelischen Schmerz; die gesanglichen Klippen meistert sie bravourös und stellt in ihrer Wortverständlichkeit sogar manche deutsche Kollegen deutlich in den Schatten."
Fränkischer Tag
"Johanna Brault ist eine Spezialistin für zeitgenössisches Musiktheater und kann mit ihrer Stimme der Rolle der Julie in dieser Kammeroper Charakterzüge verleihen. Bestechend wie sie mit gesanglichen Stilmitteln, den zahlreichen Farb-Facetten ihrer Stimme der Verzweiflung, den Abgründen einer gequälten Seele Gestalt verleiht und damit auch dem Schauspiel Strindbergs sehr nahe kommt."
Operapoint
Le Nozze di Figaro - CHERUBINO
"Auch der hormongesteuerte Page Cherubino mischt mit. Ihn verkörperte meisterhaft die französische Mezzosopranistin Johanna Brault, ein Gewinn für das hiesige Theater."
freie Presse
Ritter Blaubart - BOULOTTE
"auch auf das Musikensemble können wir stolz sein. Wen zuerst nennen? Und kurz und treffend soll es auch sein...Vergeben wir die Krone an Jason Kim (Blaubart) und Johanna Brault (Boulotte). Ihr schien die Rolle auf dem Leib geschrieben."
Vogtland Anzeiger
 
 
 
SZENENFOTOS
CARMEN
 
 
FRÄULEIN JULIE
 
 
Ritter Blaubart
 
 
Dido and Aenes – ZAUBERIN
 
 
Luisa Miller – FREDERICA